Angelika aus München
Meine Erfahrungen zu Celestine und Synchronizitäten:
Es war Ende August/Anfang September 1996. Ich arbeite als Rezeptions - Sekretärin an einer Schule für zeitgenössischen Tanz in München. Ich war kurz vorher aus meinem Urlaub, den ich seit 19 Jahren am selben Ort in Italien verbringe, zurückgekehrt. Dieses Mal war es das erste Mal, dass ich dort mit meiner Tochter alleine war. Ich hatte mich neun Monate zuvor von meinem Mann getrennt. Wir waren also zurück vom Urlaub und diesmal konnten meine Tochter und ich uns gar nicht so zurechtfinden in der sog. Heimat, kurz gesagt, uns beide zieht es nach Italien, um dort zu leben.
Nun hatten wir beide also beschlossen, bald dort zu leben und versuchten nun, irgendwelche Möglichkeiten auszuloten bzw. Kontakte irgendwelcher Art herzustellen. wir hatten vor, in der nächsten zeit wieder nach Italien zu fahren, nach Mailand, um dort eventuell Arbeit zu finden.
Das hatten wir uns fest vorgenommen.
Ich saß also an dieser Rezeption, als eine ehemalige Schülerin dieser Schule auftauchte. Sie hatte 2 Monate vorher ihre Ausbildung vorzeitig beendet und es gab keinen Grund für sie, hierher zukommen. Ich muss dazu sagen, dass Schüler, die ihre Ausbildung die ganzen drei Jahre machen, nach dieser Ausbildung durchaus zum Training wiederkommen; aber normalerweise kommen Schüler, die sie vorzeitig beendet hatten, nicht mehr hierher. Daher freute es mich umso mehr, sie wiederzusehen. Nach den üblichen Floskeln vertiefte sich unser Gespräch. Ich erzählte ihr von unseren Plänen und sie sagte, sie kenne jemanden in Mailand und sie würde Kontakt aufnehmen usw. Das Gespräch ging sehr intensiv weiter in dieser Richtung. Ich habe in diesem Zusammenhang auch etwas von Synchronizitäten erzählt. Als sie wieder gehen wollte, fragte ich sie, warum sie eigentlich hier war. Sie antwortete, dass es für sie gar keinen Grund gab, zu kommen; und im nächsten Satz meinte sie: „Ich habe wohl hierher kommen müssen“.
Ihr Name ist Angelica - wie meiner - und sie ist gebürtige Italienerin.
Letztendlich wurden aus unserem Besuch in Mailand noch nichts Konkretes. Aber ich weiß, dass wir es irgendwann schaffen werden.
P.S.:
Heute, am 11.4.1997 habe ich mich auf ein Inserat beworben. Die Firma sucht eine Sekretärin, die gutes Italienisch spricht. Das tue ich. Es ist in diesem Job notwendig, mit den italienischen Partnern, die in Asti und Genua ansässig sind, zu kommunizieren. Und ich denke, dass mir eine Tür geöffnet ist, um letztendlich in meinem heißgeliebten Italien Fuß fassen zu können.