Kristin, 49, aus Hamburg
Entkommen aus der Abhängigkeit
Vor etwa zehn Jahren begann, zuerst noch unbewusst, mein Suchen nach meinem höheren Selbst. Das geschah während einer Lebenskrise und ging einher mit der grundlegenden Frage nach dem Sinn des Lebens, - warum bin ich hier an diesem Ort?
Heute, nachdem ich Gott in mir gefunden habe, weiß ich, dass ich mich im Gottvertrauen führen lassen kann. So geführt, erkenne ich, dass mir immer eine neue Aufgabe gegeben wird. Das heißt natürlich nicht, dass ich mich in die Ecke zu setze, um zu warten wann das große Wunder geschieht. Ich weiß, dass Eigenverantwortung durch mich gelebt werden muss, auch in den Talsohlen meines Lebens.
Vor circa fünf Jahren lernte ich einen selbst ernannten Schamanen kennen. Ausdrücklich betonte er, keine schwarze Magie zu betreiben. Zu der Zeit befasste ich mich intensiv mit Schamanismus, unbewusst spürte ich, dass ich Schutz brauchte, (wovor war nicht klar). Der Schamane bot mir ein Schutzamulett zum Kauf an. Dieses wollte er speziell für mich anfertigen. Es sollte eine kleine Holzscheibe werden, mit Kristallen besonderer Schwingung und heiliger Schutzwirkung.
Es klappte nicht. Es vergingen Monate.
In dieser Zeit fuhren ich zum Jahreswechsel nach Hessen, Verwandte besuchen. Am Neujahrsmorgen spielten die Kinder mit uns auf dem zugefrorenen See. Ein Gefühl der Unsicherheit überkam mich, ich wagte kaum zu gehen, blieb stehen. - Plötzlich, ich hatte die Hände in den Manteltaschen, stürzte ich rückwärts aufs Eis, so als wenn mich jemand gepackt und umgeworfen hätte. - Mit dem Hinterkopf schlug ich hart auf. Ich wußte nicht mehr wo ich mich befand. Ein Arzt war rein zufällig auf dem Eis und versorgte mich.- Zu Hause angekommen, ließ ich den Kopf dann vorsichtshalber röntgen. Diagnose, - Prellungen und Absplitterungen an der oberen Halswirbelsäule. Lebensbedrohlich, absolute Bettruhe, unbeweglich, im Krankenhaus. Lebensbedrohlich
Dem Schamanen schreibe ich, dass ich das Amulett nicht mehr benötige. Er reagierte gekränkt, - in dieser Woche ist es doch endlich möglich geworden das Amulett fertigzustellen. Nach mehreren Monaten?. Ich bin mir bewusst, es war so geführt, dass ich diesen „Schutz“ nicht haben soll.
Durch dieses Ereignis auf dem Eis sowie der Zeit im Krankenhaus ist mir die Gegenwart meines Schutzengels bewusst geworden. In mir ist die Kraft mit der ich mich schützen soll.
Neugierde und Faszination ließen mich immer weiter Ausschau halten. Die alten Frauenkulturen (Kraft der Frau), zur gleichen Zeit, die großen Glaubensrichtungen der Welt, und ich befasste mich außerdem mit theosophischen und antroposophischen Grundsätzen. Als „streng“ atheistischer, ungläubiger Mensch zog es mich unausweichlich zu der überbreiten „Eso-Palette“ hin.
Während dieser Zeit, - ich war gesund und in guter Anstellung häuften sich Angriffe aus einer Welt die ich nicht kannte. In der Zeit des Zustandes zwischen Wachsein und Schlafen spürte Wesenheiten / Energien um mich herum. Ich wurde massiv bedroht, festgehalten, geknebelt und vergewaltigt. Panische Ängste packten mich -, dumpfes Schreien, - herauswollen aus diesem Zustand.
Ich hörte zu der Zeit von Menschen die sich bemühten im Lichte Gottes zu stehen. Mein sehnlichster Wunsch war Hilfe und Befreiung von diesen schrecklichen Angriffen. Ich erbat mir von dort einen Einzeltermin. Dem „Schulmediziner“ habe ich nichts erzählt. Meiner Befürchtung nach hätte ich auf der Psychiatrie enden können. Bedingt durch meine Bemühungen um ein erweitertes Bewußtsein, befand ich mich auf einer anderen „Schwingungsebene“ und Wahrnehmung. In der „Gemeinde“ trafen sich viele Menschen mit ähnlichen Erfahrungen.
An einem sonnigen Nachmittag hatte ich einen Einzeltermin.
In der Küche am Fenster sitzend wollte ich mich in Ruhe auf das Gespräch vorbereiten und schaute auf die Bäume in meinem Garten. Hinter mir im Wohnzimmer stand ein Kleiderständer mit einigen leeren Bügeln. Plötzlich hörte ich lautes Quietschen, die leeren Bügel schwangen weit auf dem Metallstreben hin und her. Ich spürte, die gleiche Energie wie ich sie in Gegenwart des Schamanen schon einmal erlebte als er mir seine Macht demonstrieren wollte. Ist er hier, fragte ich mich. Womöglich will er mich abhalten von meinem Besuch in dieser „lichten Gemeinde“. Unruhig nahm ich den Wecker zur Hand, um den rechten Zeitpunkt nicht zu verpassen, - er war stehen geblieben. - Ich suchte meine Notizen für den Termin,- der Zettel blieb bis heute unauffindbar.
Trotz dieser Ereignisse hatte ich keine Angst vor dem Schamanen,- ich wußte, dass er mir seinen Schutz aufdrängen wollte um so Macht über mich zu erlangen.
Während meines ersten Termins lernte ich, wie ich über spezielle Gebete zu Gott, um Schutz und göttlich - geistige Führung bitten kann.
Es gibt seit diesem Zeitpunkt keine Angriffe mehr. Außerdem habe ich mich taufen lassen, was für mich eine bewusste Hinwendung zur göttlichen Kraft bedeutet.
Während meiner Ablösungsphase aus dieser „lichten Gemeinde“, vor ca. 1 Jahren, hatte ich Träume, die mich darin bestärkten, wieder heraus zu gehen aus diesem Kreis von Menschen. Außerdem starb eine sehr liebe, engagierte Frau aus dieser Gruppe, die ihr ganzes Geld, ihre ganze Kraft und Zeit dort in dieses Haus hineingab, - wie so viele von diesen Menschen dort.
Sie haben diese Frau sterben lassen. Aus Trotz wäre sie gestorben wurde uns gesagt. Über die Leiterin des Hauses bekamen wir eine mediale Durchsage, in der uns gesagt wurde, dass M. uns bittet ihr zu vergeben, dafür, dass sie uns verlassen hat. Unverständnis bei mir und Zweifel -, warum sollten wir ihr vergeben, die sich so liebevoll für alle unsere Probleme eingesetzt hatte.
In dieser Zeit überkamen mich immer wieder Träume.
Ein Traum während meiner Ablösungsphase
Wir waren verreist. Es war eine Ehre für uns, zu reisen, wir hatten im Geistigen beschlossen, die dunklen Schwingungen der Orte auszugleichen, die wir besuchen würden. Liebesdienst- oder Schulungsreisen wurden diese Fahrten genannt. Es wurde an diesen Orten viel gesungen.
Die Fahrtroute wurde durch eine mediale Durchgabe bestimmt.
Im Traum wurde mir ein Bild gezeigt und ich konnte die Empfindungen der Menschen spüren. Steilküstenlandschaft - schmales Ufer. Schmaler Grünstreifen oberhalb der Steilküste. Zelte stehen oben am Abgrund, - ein schmaler Weg zwischen den Zelten und einem hohen Maschendraht. (Symbolische Ausgrenzung zur „normalen“ Außenwelt.) Ich spürte die Menschen dort in den Zelten. Allein oder zu zweit, - das Reden miteinander wurde ihnen untersagt. Spürte ihre Ängste und Einsamkeit, ihre Furcht davor, nicht in der rechten Weise motiviert zu sein. Ihre Schuldgefühle, wenn sie sich nicht mehr konzentrieren konnten oder wollten.
Eingesperrt waren sie, aber sie glaubten an ihre höheren Aufgaben, die durch viele mediale Durchgaben kamen, das gab ihnen immer wieder Kraft weiterzumachen.
Ständig massiver Druck, denn alle Entscheidungen auch im privaten Bereich wurden in dem lichten Haus abgeklärt, womit letztendlich eine Abhängigkeit und Kontrolle der Menschen, die dort mitwirkten, entstand.
Ein weiterer Traum
Ich saß mit bekannten Menschen in der Eisenbahn, sie schauten mich erwartungsvoll an. Eine Frau, die neben mir saß, stieg an einer Haltestelle aus.
Ich wurde angegurtet, zusätzlich mit einem Bolzen festgemacht - Wohin werden wir fahren?
Eine lichte Station erscheint, eine weibliche Gestalt kommt zu mir und hilft, mich zu befreien, - wir steigen zusammen aus. Auf der Station stehen Menschen mit denen wir uns verbunden fühlen.
Der Zug fährt weiter, bin froh darüber, ausgestiegen zu sein.
Am 25. März 1996 schrieb ich einen Brief an die mediale Frau dieser „Gemeinde“ in dem ich mich nach drei Jahren verabschiedete. Bedankte mich, dass ich z.B. gelernt hatte, die Schwingungen aus der feinstofflichen Welt, zu unterscheiden. Schrieb, dass ich viel von Demut gegenüber dem Göttlichen Sein halte, aber dort wo Menschen gedemütigt werden, totale Kontrolle stattfindet, mein Platz nicht mehr sein kann.
Habe außerdem geschrieben, dass dort in diesem Hause, Unterwürfigkeit, Hofieren und energetischer Raub gefördert würden. Sie sollten sich überprüfen und nicht mit Selbstgefälligkeit behaupten, alles käme aus dem göttlichen Geiste. Schrieb, dass die Menschen, die voller Vertrauen dorthin kommen, erst wieder lernen müssen, sich auf ihre eigene Intuition zu verlassen. Es war ja so bequem, alles dort abklären zu können, - bezahlt wurde - reichlich - auf Spendenbasis Niemand wagte zu kritisieren oder gar zu zweifeln. In solchen Fällen wurde dann gesagt, derjenige wäre von negativen Kräften besetzt und manipuliert.
Wegen der besseren „Schwingung“ wurden Geschenke in Gold, oder Samt - und Seide gebracht oder nach Aufforderung gespendet.
Nach meiner Ablösung aus dieser Gruppierung von Menschen, in welcher kaum nachvollziehbaren Machenschaften an der Tagesordnung waren, fielen mir die „Erkenntnisse von Celestine“ in die Hände. Schon einige Zeit davor, wurde ich von Freunden gefragt, ob ich „Celestine“ kennen würde. Meine Neugierde war mit Skepsis durchdrungen, bedingt durch meine vorherigen Erlebnisse.
Von einer Freundin lieh ich mir die „ Prophezeiungen von Celestine“, um die „Erkenntnisse“ zu verstehen. Viele Aspekte waren mir vertraut, einige neu „beleuchtet“ und dadurch gelebtes Wissen und Erkennen ergänzt. Vor etwa zwei Jahren verlor ich meinen Arbeitsplatz beim Steuerberater, habe seitdem fünf verschiedene Jobs durchlaufen und musste immer wieder die Hoffnung auf eine Dauerstellung, loslassen lernen.
Während meiner Arbeit mit den Handbüchern der Celestine erkannte ich die bisherigen Erlebnisse als Wegweiser zu meinem heutigen Bewußtsein. So ergab es sich das vor ein paar Monaten meinen ehemalige Klassenkameradin Norma auf einem Flohmarkt über den Weg lief, wir standen vor dem Schulhaus, in welches wir vor vielen Jahren gemeinsam gegangen waren. Zur gleichen Zeit deuteten wir auf ein Holz-Puzzle-Känguruh und erkennen uns erst danach, lachen, fragen wie es denn so geht. Sie ist selbständige Buchhalterin. Spontan bot sie mir eine freiberufliche Zusammenarbeit an.
Auch Norma glaubt nicht an Zufälle. Die Puzzle-Teile fügen sich zusammen
Gestern habe ich Antonia (8 Monate) kennengelernt und bin sehr dankbar für diese Fügung. Denn ich las vor einigen Wochen im Lokalanzeiger, dass eine liebevolle Ersatzomi gesucht wurde. Konnte das für mich zutreffen? Ich rief also an, vereinbarte einen Termin und bekam die Stelle bei Simon für drei Stunden pro Woche. Super bin glücklich darüber, einem kleinen Menschen die große und kleine Welt zeigen zu dürfen. Vor kurzem saßen 2 Mütter mit ihren kleinen Kindern auf der Terrasse des Hauses. Ich wurde gefragt, ob ich Antonias Tagesmutter vertreten könnte. Ich sagte zu. Am Pfingstmontag telefonierten wir, - ich erfuhr, dass die Eltern von Antonia eine Werbeagentur haben und dort eine Teilzeit - Buchhalterin gesucht wurde. Das war eine Überraschung, Ich freute mich da alles auch zeitlich zu vereinbaren war.
Nun mache ich Schluss mit dieser meiner Geschichte, es geht unaufhörlich weiter.
Ich lebe.
Alles ist im Fluss. Danke!