Ursula, aus Meerbusch-Strümp
Mein ganzes Leben hatte ich nach Liebe und Geborgenheit gesucht. Aus heutiger Sicht vermisste ich, dass in meiner Kindheit sehr besonders bei meiner Mutter. Ich wurde viel in Kinderferienlager gesteckt, Hauptsache „sie war wieder weg“. Ich wurde dann langsam erwachsen und heiratete deshalb auch ganz früh - mit 19 1/2 Jahren. Die Ehe, sie ging 13 Jahre, da musste ich raus, weil ich merkte, ich gehe einen anderen Weg.
Ein ganz einschneidendes Erlebnis hatte ich, als meine Mutter im Sterben lag - es war 1982 - ich bekam einen Anruf von meinem Vater: sie liegt im Sterben und es kann auch drei Tage oder drei Wochen dauern, aber man weiß es nicht. Ich setzte mich sofort ins Flugzeug und flog nach Bayern. Meine ganze Verwandtschaft war schon in Trauerstimmung. Meine Mutter lag in einer Privatklinik auf einer Intensivstation. Sie war ohne Bewußtsein, als ich das Zimmer betrat. Als ich so vor meiner Mutter stand, kam der Gedanke auf: Eigentlich habe ich ja sehr, sehr viel Liebe von dir vermisst. Aber gleichzeitig kam der Gedanke, ich soll nie gleiches mit gleichem vergelten und es wuchs der Wunsch, ihr jetzt so viel Liebe zu geben, wie es nur irgendwo möglich ist. In der Klinik erwartete mich der Oberarzt. Als ich ihm sagte, dass ich meine Mutter begleiten wollte, also bei ihr im Zimmer liegen wollte, da sagte er erst, dass kann für Sie ein Schock Ihres Lebens sein, Sie können so einen Schock bekommen, dass Sie da auch krank werden. O.k. dann kriege ich einen Schock, aber ich will es wirklich tun. Als er merkte, dass ich voll entschlossen dahinter stand, zu dem was ich sagte, nahm er mich in den Arm. Ich habe nur ein Problem sagte ich: ich habe das Geld nicht, mich in einer Privatklinik einzuquartieren. Machen Sie sich darüber keine Gedanken, das bringe ich schon in Ordnung.
Ich bekam also ein Bett im selben Zimmer meiner Mutter und saß Tag und Nacht am Bettrand und konzentrierte mich auf sie, ich war innerlich mit ihr verbunden. Ich habe dann auch einen Pastor kommen lassen, wir sind eigentlich überhaupt nicht religiös erzogen worden. Aber ich dachte, es kann ja nicht schaden, wenn er kommt. 2 1/2 Stunden unterhielten wir uns über das Leben meiner Mutter dann ist er zu meiner Mutter in das Zimmer gegangen, kam nach einiger Zeit zurück und sagte, ihre Mutter, sie ist jetzt auf das Sterben vorbereitet, es ist alles in Ordnung. Er ging. Am nächsten Tag rief er bei mir im Krankenhaus an und wollte mir kondolieren. Nein meiner Mutter geht es gut. Tatsache war, meine Mutter wurde gesund, sie wurde aus dem Krankenhaus entlassen. Sie kam dann zu einer Kur und lebte im Kreise unserer Familie ein Vierteljahr. Später kam sie wieder in ein Krankenhaus auf eine Intensivstation. Mein Vater wußte nicht, wo sie liegt. Sie wird sterben. Ich hatte an diesem Tag meine Kinder zu Besuch, es war an einem Sonntag, und ich sagte, die Oma wird sterben. Abends, wir saßen am Tisch und ganz plötzlich - es war so gegen 22 Uhr 30 - sagten meine Gäste, Uschi was hast du. Ich brach am Tisch zusammen, ich rannte in mein Schlafzimmer und kriegte einen Schreikrampf, es kamen Töne aus mir heraus, die habe ich wirklich noch nie bei einem Menschen gehört, so habe ich geschrieben. Was hast du, sollen wir einen Arzt holen. Nein, ich möchte nur alleine sein. Ich wußte selbst nicht, was es war. Ich bin dann eingeschlafen, nachts um ein Uhr wurde ich munter. Ich kroch auf allen Vieren im Zimmer, ich denk, du musst jetzt sterben, es war überhaupt niemand da, der dir jetzt helfen kann. Es muss doch irgendjemand da sein, aber es war keiner da. Es war ganz grauenvoll. Ich bin dann irgendwann eingeschlafen und wurde morgens gegen 7 Uhr durch das Telefon geweckt, es war mein Vater, der mir ankündigte, die Mutti ist in der Nacht gestorben. Da war ich ganz ruhig, innerlich sogar glücklich. Parallel war ich sehr sehr glücklich.
Parallel zu diesem Erlebnis mit meiner Mutter ging eine Partnerschaft kaputt. Dies war eine ganz große Liebe, ich habe ihn sehr geliebt, und ich habe, als es kaputt ging, danach 1 Jahr wirklich geweint. Ich war richtig krank und ein Dreivierteljahr wurde ich untersucht. Der Arzt konnte erst nichts Richtiges feststellen, es war ein Internist, und plötzlich stand er vor mir und sagte, ich muss ihnen leider mitteilen, sie haben eine unheilbare Krankheit, sie haben Blutkrebs. Das war also der große Schock. Ich bin total zusammengebrochen, ich glaubte, ich habe - wenn ich Glück habe - vielleicht noch ein halbes Jahr zu leben und damit wurde mein Leben sogleich total verändert. Erst jetzt, als ich diese Diagnose hörte, fing ich an, über mich sehr sehr stark nachzudenken. Ich dachte, jetzt hast du wirklich einen Stempel bekommen, jetzt hast du vielleicht noch ein halbes Jahr. Aber zur gleichen Zeit wurde mir ganz klar bewusst, ich hatte schon einige Zeichen vorher bekommen, die ich aber überhaupt nicht wahrgenommen hatte. Einmal war es auf Mallorca, da bin ich auf eine Bucht hinausgeschwommen, wo ich einen Wadenkrampf bekam, wo ich auch hätte untergehen können. Einmal war es ein Surfunfall auf Mauritius, ein andermal eine Autounfall. Aber es waren immer Zeichen und ich dachte, ach - es ist ja nicht so schlimm - und habe mein Leben so weitergelebt und nichts geändert.
Ich lebte bis dahin nämlich relativ oberflächlich und ich war überall gern gesehen und fröhlich. Ich habe aber nach außen hin etwas anderes gezeigt als was ich innerlich war. Als dann die Diagnose Krebs da war, ich sollte überhaupt gar keinen Sport mehr machen, ich sollte keine Aufregungen mehr haben, mich schonen, da habe ich genau das Gegenteil gemacht. Ich bin Ski gefahren und habe das ganze Gebirgspanorama eingezogen. Das Leben ist so schön, ich will leben. Ich will leben, ich werde das Glück haben und ich habe geschrien. Es hat keiner gehört und dann habe ich Freude in mir aufkommen lassen - ich will leben. Und so ging das immer auf und ab. Eines Tages konnte ich es abends zu Hause nicht mehr aushalten. Ich war so einsam und ich bin in eine Kneipe gegangen. Mit einem Glas Wasser in der Hand stand ich in der Ecke. Als ich schon bezahlt hatte und gerade gehen wollte, kam ein Mann zur Tür herein, nahm der Kellnerin ein Glas vom Tablett, gab mir das Glas in die Hand und sagte, Sie trinken doch noch ein Wasser. Ich wollte gerade gehen, ich habe schon bezahlt. Entschuldigung, ich musste Sie einfach ansprechen, Sie schauen so traurig aus. Ich mache so etwas sonst nicht, aber ich musste Sie ansprechen. Und da er ganz fremd war, habe ich eben alles von mir erzählt, dass ich Krebs habe und dass ich nicht weiß, wie lange ich noch leben werde. Da lachte er, ach Mädchen, du brauchst nicht traurig sein. Du kannst geheilt werden. Und so hörte ich zum ersten Mal von den Heilern aus den Philippinen. Komme morgenfrüh zu mir und meiner Freundin und dann kann ich dir die ganzen Fotos von Heilungen zweier meiner Geschäftsfreunde zeigen. Da ich natürlich neugierig wurde und den letzten Strohhalm sah, habe ich meine beruflichen Verpflichtungen abgeblasen und bin am nächsten Morgen dahingefahren und sah ein Fotoalbum, wo die Heilung ganz deutlich zu sehen war. Man sah also genau, wie der Heiler mit den Händen in dem Bauch war, der Peter erzählte, dass der Freund wieder ganz gesund geworden ist.
Nachdem ich diese Bilder von den philippinischen Heilern gesehen hatte, war mein Wunsch sehr stark, auch zu den Philippinen zu reisen, um dort Heilung zu erfahren. Ich hatte bereits mein Ticket gekauft, als ich rein zufällig im Fernsehen eine Sendung sah von Herrn von Dittfurth, der erklärte, dass das alles Humbug sei, dass es diese Art von Heilung überhaupt nicht gäbe. Nun hast du dein Ticket, aber wenn es eben nicht so ist, dann machst du Urlaub und gehst nicht zu den Heilern. Ich bin dann auch ganz normal zu meinem Termin rübergeflogen nach Manila. Ich bin da wie eine kleine Globetrotterin auf eine Insel gefahren, bezog eine kleine Hütte am Strand, da kann man für 5 DM die Nacht kleine Hütten haben. Eines Tages war ich da am Strand, es kam ein älteres Ehepaar vorbei, es waren Engländer. Wir haben uns unterhalten, ja und ich fragte sie, waren sie auch in diesem Ort, wo die Heilungen stattfinden, also von Manila noch einmal bestimmt 700 km entfernt. „Ja“. Haben sie da vielleicht irgendein preiswertes Quartier, wo sie gewesen sind. Ja, wir haben hier eine Adresse, die können wir ihnen geben. Ich bin also dann nach ein paar Tagen wieder zurück nach Manila zum Flughafen. Ich kam auf eine Warteliste. In der Flughafenhalle wurde plötzlich von einem Mann angetippt, er sprach mich auf die Heilung an. Da dachte ich, oh das ist aber komisch, warum spricht der mich gerade auf die Heilung an. Das ist kein Zufall. Es gibt ja keinen Zufall. Und er erklärte, er wäre ein Journalist, der eigens dazu engagiert wäre, um den H. von Dittfurth das Gegenteil zu beweisen, nämlich dass es diese Heilung wirklich gibt.
Während wir in dieser Flughalle standen und uns unterhielten, kam die Durchsage durch den Lautsprecher, dass alle Fluggäste bis Warteliste Nr. 3 mitkämen, ich Nr. 4, dieser Mann zufälligerweise Nr. 5. Wir konnten also nicht mitfliegen. Ich wußte in diesem Moment, das ist kein Zufall. Ich sollte diesem Mann begegnen und während wir dort standen, fragte er mich, ob ich mit ihm mitkommen wollte, er hätte seinen Wagen unten am Hafen. Ob ich auch einen Führerschein hätte, was ich bestätigte. Wir gingen zum Hafen. Normalerweise habe ich Angst, aber ich war sehr zuversichtlich. Am Auto bat er mich, ob ich nicht zuerst fahren könnte, denn er müsste doch erst einmal meditieren, um sich ein Bild über mich zu verschaffen. Ich setzte mich ins Auto, es war etwas unheimlich und dann fuhr ich die Autobahn genau wie in Europa. Er lag neben mir und meditierte bestimmt 20 Minuten lang. Dann kam er hoch, lächelte mich an und sagte, Ursula, es ist alle in Ordnung. Wir fuhren weiter, nachher löste er mich ab und er erzählte, dass er auch ein Heiler sei. Dann machten wir bei einer Raststätte Halt, wir saßen am Tisch und er legte ganz kurz die Hand über meine Hand und ich merkte ein ganz starkes elektrisches Vibrieren in meiner Hand, was mich sehr beeindruckte und auch Angst auslöste, weil ich diese Dinge überhaupt noch nicht kannte.
Wir fuhren dann weiter. Er saß am Steuer und ich suchte in meiner Tasche nach diesem kleinen Zettel, den mir das Ehepaar gegeben hatte. Entschuldigung, fragte ich, können Sie mir vielleicht sagen, wo diese Straße ist? ich muss da hin. Da lächelte er mich an und sagte, das ist mein Haus. Da wurde mir wirklich ganz ganz anders. Ich dachte, irgendetwas passiert hier, wo ich überhaupt nicht mehr weiß, was es wirklich ist. Wir fuhren weiter und als wir ankamen, fuhren wir zu seinem Haus, es war etwas außerhalb gelegen. Ich werde es nie vergessen, als ich in das Haus eintrat, war es für mich, als wenn ich irgendwie in eine ganz andere Welt gegangen wäre. Es waren alles nur Gänge und es liefen Gestalten herum, ganz alte Menschen mit Bärten bis zum Knie hinunter. Solche Figuren habe ich vielleicht einmal an den Wänden in einer Kirche gesehen, ansonsten nie. Man sprach auch nicht miteinander, man wandelte dort förmlich. Ich bekam dann mein Zimmer gezeigt und es war alles total mystisch und auch eine Atmosphäre, wie ich sie noch nicht kannte. Er nahm mich am nächsten Tag dann mit zu einem Wissenschaftler Prof. Karl Burgund. Als ich hörte, dass es ein Deutscher war, da dachte ich, wie gut, jetzt kann ich endlich mit jemanden reden, da mein Englisch nicht so gut ist. Wir fuhren also zu dem Prof. und ich konnte mit diesem Prof. allein reden. Es war für mich eine Wohltat, alle meine Begebenheiten darzulegen und es war auch ganz eigenartig. Diese Begegnung fand auch wieder in einem Saal statt, wo ein langer Tisch stand und dieser Prof. mir an einem langen Tisch gegenüber saß. Ich erzählte alles und er sagte: Ursula, das ist alles o.k. Hier sind Sie dem Lieben Gott etwas näher. Er klopfte mir anschließend auf die Schultern und nahm mich in den Arm und er wußte, dass ich zu den Heilern nach Manila wollte, nämlich zu Alex Oribito, zu diesem Heiler, wo dieser Freund aus Deutschland mit seinen Geschäftskollegen war. Die Adresse hatte ich von Peter hier in Deutschland mitgenommen. Ich hatte zwar überhaupt keine Ambitionen, diese Heiler nach diesem Bericht im Fernsehen aufzusuchen, aber nach diesen Begegnungen mit diesem Journalisten und auch alles, was nachher passierte, wußte ich einfach: „Ich muss dahin!“. Dieser Prof., nachdem ich ihm sagte, dass ich zu A. Oribito wollte, sagte er: Sagen Sie ihm eine Empfehlung von mir, dass ich Sie gesandt habe, dann haben Sie eine Sondererlaubnis und Sie können direkt vorne am Tisch bei den Heilungen zusehen.
Ich fuhr also dann viele Stunden mit dem Bus zu diesem Heiler A. Oribito. Er machte diese Heilungen in einer kleinen Kapelle, wo viele Menschen versammelt waren, sie sangen und beteten, ich durfte tatsächlich vorn direkt am Tisch stehen, um bei diesen Heilungen zuzusehen. Es war für mich etwas schockierend, ich sah, wie er mit den Fingern in die Augen ging, ins Ohr ging. Er ging mit der Hand in den Bauch hinein, der Bauch war offen und er holte etwas heraus, später wieder geschlossen. Ich habe dieses wirklich gesehen. Das kann man in Europa überhaupt nicht berichten, weil alle sagen würden, die spinnt ja wohl. Das gibt es nicht, das ist Humbug. Das ist Betrug. Aber wenn man es erlebt hat und so dicht dabei gestanden hat wie ich, dann ist man geschockt und total überwältigt und ich habe gesehen, wie neben A. Oribito ein Medium, der eben auch Energie gab, am arbeiten war. Als ich dann dran kam, ich wollte mich auch heilen lassen, da wurde ich gefragt, operativ, d.h. dass man in den Körper hineingeht oder nur mit Handauflegen. Ich habe mich für das Handauflegen entschiede und mich hingelegt und habe mich behandeln lassen. Es dauerte nicht lange, vielleicht 10 Minuten, und ich bin dann in mein Hotel zurückgefahren. Ich musste die ganze Sache erst einmal verarbeiten. Am nächsten Tag wollte ich nach Deutschland zurückfliegen und ich wollte eine Frau fragen, wie ich am besten zum Flughafen käme. Diese Frau war zufällig eine Deutsche, die in Manila lebte. Sie hieß auch Ursula wie ich und dies war für mich auch kein Zufall, denn sie hatte damals auch Krebs gehabt und ist zu den Philippinen gereist und dort geheilt worden und ist dann dort geblieben.
Als ich dann in Deutschland war, vereinbarte ich dann einen Termin in der Uniklinik, da ich wissen wollte, wie es mit mir aussieht. Man hat mir 12 große Ampullen Blut abgenommen und man sagte, das Ergebnis wird zu meinem Hausarzt geschickt. Da das Ergebnis auf sich warten ließ, rief ich selbst an und fragte den Arzt am Telefon, was nun mit meinem Ergebnis wäre. Ja sie haben nichts, sie sind ganz gesund, sagte er. Ich bat ihn eindringlich, mir wirklich alles zu sagen, ich bin wirklich vorbereitet. Aber er sagte wieder, dass ich nichts hätte. Ich konnte es nicht glauben. Der Bericht wird an meinen Arzt gesandt. Dieser wurde aber zufälligerweise zu mir nach Hause gesandt. Ich öffnete diesen Brief - obwohl ich es nicht durfte - und habe dann wirklich erkennen können, dass alles in Ordnung war. Als ich dies dann auch vom Arzt bestätigt bekam, brauchte ich wirklich eine Zeit, um das erst einmal zu verarbeiten und daran zu glauben, dass ich wirklich nicht mehr krank war. Das war ein großes Geschenk und seit dieser Zeit lebe ich total anders. Mein Bewußtsein veränderte sich, ich fing an zu suchen. Ich kaufte mir Bücher, fing an mit dem Buch „Das Leben nach dem Tod“ oder „Zwischenleben“, „Der Steppenwolf“ etc. Aber soviel habe ich gar nicht gelesen, ich habe in der Natur die Kost gesucht. Ich bin sehr viel verreist und habe mich manchmal zwischen den Klippen ans Meer gesetzt und habe einfach „Danke“ gesagt und habe es tief in mich hineingezogen. Ich habe die Freude aufkommen lassen oder ein Büschel Gras angefasst und mir gesagt - ich lebe, danke. Das habe ich seit dieser Zeit beibehalten und ich nehme nicht mehr alles als selbstverständlich.
Ich habe hier eine kleine Kosmetikpraxis, eines Tages klingelte das Telefon, eine Frau aus der Nachbarschaft rief an und fragte: Frau P. wir haben hier doch in der Nachbarschaft einen alten Mann, der blind ist. Der will unbedingt einmal zu Ihnen kommen und sich die Nägel in Ordnung bringen lassen. Ich muss dazu sagen, dass ich überhaupt keine Fingernägel behandle, ich mache reine Gesichtspflege. Aber ich wußte in diesem Moment, das ist ein Zeichen, dass ausgerechnet dieser blinde Mann zu mir gesandt wird. Ich habe dankbar angenommen und sagte zur Behandlung zu. Ich werde ihn abholen, was ich auch tat und bin dann mit ihm Stufe für Stufe zum 1. Stock - wo ich arbeite - hochgegangen. Ich habe diesen Mann in den Behandlungsstuhl gesetzt und die Fingernägel geschnitten, anschließend etwas mit dem Stuhl zurückgelegt, um zum ersten Mal den Versuch zu machen, ihm über sein Gesicht Energie zu geben. Er sagte, haben Sie heilende Hände. Es ist auf einmal so hell, ich war so glücklich. Er war so glücklich. Meine Frau hat so schwere Depressionen, die muss unbedingt zu Ihnen kommen. Ich spüre, von Ihnen geht etwas aus. Das war das einschneidende Zeichen für mich, da ich alles auf meiner Geistesebene geschickt bekam.
Meine Erkenntnis ist tief, dass ich weiß, es gibt so viele Menschen, die Liebe brauchen und sich nach Liebe sehnen, wie ich es auch mein ganzes Leben lang getan habe und ich fühle heute so, dass ich viel Liebe geben kann und ich bekommen mindestens genau soviel wieder zurück und ich bin auch nicht mehr allein, weil es überall Menschen gibt, die mir verbunden sind.
Was nicht so einfach war, ich habe zwei Söhne und einer hat sich ganz von mir abgewandt, nach dem Motto, die Mutter spinnt ja wohl, mit der wollen wir nichts mehr zu tun haben. Er hat auch hinter meinem Rücken nach Bayern mit meinen ganzen Geschwistern telefoniert und diese aufgehetzt. Man hat gesagt, die ist bei einer Sekte, sie konnten es eben nicht begreifen. Aber ich versuche, das auch zu akzeptieren, weil sie auf einer anderen Ebene sind, wo sie das einfach nicht verstehen können, dass es so etwas gibt. Ich muss also loslassen, auch meine eigenen Kinder, meine Verwandten, Freunde. Es ist also wirklich so, dass man auch Opfer bringen muss, um diesen Weg zu gehen, ganz bewusst und voller Verantwortung. Aber ich habe mich dazu entschieden und ich wünsche mir, diese Kraft noch lange behalten zu können und sie noch verstärkt wird und viele Menschen auch diese Liebe erfahren.
Fazit ist, schaue ich mich doch selbst erst einmal im Spiegel an, schau, was da ist, betrachte meine eigenen Fehler, erkenne sie und entwickle mich. Somit kommt auch die Veränderung meiner eigenen Person zustande und damit verbunden ändert sich auch das Umfeld.