“Celestine-Erfahrungen”


Die Brücke in China

Edelgard, 54, aus Alveslohe

Ich habe in meinem Leben immer zum richtigen Zeitpunkt die Menschen, Kurse und Bücher kennen gelernt, die mir auf meinem Weg zur Selbst- und Gotteserkenntnis weiter geholfen haben.

Und so war es auch mit den Celestine Büchern.
Ich war sehr angetan, dass alte und neue Wahrheiten und Weisheiten der Menschheit in einem spannenden Roman uns in unserer Zeit in unserer Sprache bewusst gemacht werden kann.

In den Arbeitsbüchern war mir einiges schon vertraut, so fiel es mir leicht, mich auf die Übungen einzulassen und viel dazuzulernen. Trotzdem war ich sehr überrascht und ganz glücklich, welche Erkenntnisse und Fügungen mein Leben bereicherten.

Als sich in mir der Wunsch regte in einer Gruppe mit Gleichgesinnten gemeinsam neue Erfahrungen zu erleben, fand ich in dem Handbuch der Zehnten Erkenntnis die Karte von dem Celestine Förderverein e.V. Mir ist bewusst, dass es keine Zufälle gibt und auch dass ich diese Gruppe für mich angezogen habe, in der ich heute an mir arbeite.

Bevor wir in unserer Gruppenarbeit weitermachen, berichtet jeder von sich immer ganz begeistert, was sich so in Sachen Celestine wieder ereignet hat. So erwähnte auch ich, dass meine Tochter aus Hongkong angerufen hat, weil sie Celestine Bücher sehr dominant dekoriert in einem Buchladen gesehen hatte und dabei sehr stark an mich denken musste. Ich gab auch ganz froh zu, dass der Anruf genau im richtigen Moment mich erreichte. Heute bin ich nun hier mit Euch zusammen, und ich habe mich entschieden, Euch vertrauen zu schenken und von meiner Familie zu erzählen: Heute habe ich meinen Mann zum Flughafen gebracht, und mir fiel der Abschied doch schwerer, als ich erwartet hatte. Als ich zurückkehrte und die Haustür aufschloss, klingelte das Telefon. Als ich dann die Stimme meiner Tochter hörte, fühlte ich die Stärke der Verbindung über Gedanken, dieses Zusammengehörigkeitsgefühl und dieses zeitliche Zusammentreffen aus so großer Entfernung. Das tat wirklich gut.

Jetzt beim erzählen, macht sich bei mir erst das Gefühl breit: International läuft ja auch was in Sachen Celestine.

Meine Tochter studiert in Hongkong und mein Mann ist jetzt auf dem Wege dorthin, gemeinsam fliegen sie dann nach Südchina und werden dort eine Brücke einweihen.

Eine Brücke einweihen? Wieso denn das? Fragen meine neuen „Celestine–Arbeitsgruppen“-Freunde.
Jede Geschichte hat eine Vorgeschichte. Also unsere Tante lebte fast 50 Jahre (von 1900 - 1949) in China als Missionarin.

Als wir 1986 dorthin fuhren, waren wir wirklich erstaunt wie viele Menschen sich noch an unsere Tante erinnern konnten und auch wie viele Pflegekinder unserer Tante, uns als ihre Verwandten ansahen und immer wieder sagten:„ Wir sind eine große Familie.“

In dem Dorf San Zi San, in dem unsere Tante ihre ersten Erfolge hatte, leben heute noch viele Christen. Leider ist dieses Dorf durch Überschwemmungen mehrere Monate von der Außenwelt abgeschnitten, weil nie genug Geld für eine stabile Brücke vorhanden war.

Unser Freund Pastor Leung Sin Sang, auch ein Missionskind, der uns auf unseren Reisen durch Südchina begleitete und als Dolmetscher eine große Hilfe war, stammt aus diesem Dorf. Er wollte immer, wenn er mal Geld hat, diesem Dorf eine Brücke schenken.

Als Leung Sin Sang seinen 70. Geburtstag bei uns im kreise der Familie in Deutschland feierte, fiel mir dieser Wunsch wieder ein. Wir baten anlässlich des Betriebsjubiläum meines Mannes anstelle von Sachgeschenken, um eine Spende für diese Brücke. So konnten wir 1995 mit einem Scheck von 30 000 DM dorthin reisen. Nun hatten wir das Geld, und die Dorfbewohner wollten diese Brücke, aber das ganze Vorhaben musste noch mit den staatlichen Behörden geregelt werden.

Einen Tag bevor wir nach Hepu, der zuständigen Verwaltungsbehörde, einer Stadt mit etwa 1 Mil. Einwohner fahren wollten, lernten wir einen Arzt kennen. Dieser Dr. Lam fragte uns gleich, ob wir ihn nicht mitnehmen könnten. Vielleicht könne er uns helfen, da der Bürgermeister ein Schulfreund von ihm sei.

Da wir dort immer in Begleitung reisten, ein Kleinbus war stets besetzt, dachten wir: „ Ja von uns aus“. Als wir dann vor dem neuen großem Verwaltungsgebäude standen und Dr. Lam alleine vorging um mit dem Bürgermeister zu sprechen, er hatte seit Jahren keinen Kontakt mehr mit ihm, glaubten wir nicht so recht, dass er uns helfen könnte.

Doch nach kurzer Zeit bat er uns alle herein. Der Bürgermeister hatte alle Termine für den Tag absagen können und nahm sich Zeit für uns. Wir waren uns schnell einig. Nur die Stelle, die wir auf Wunsch der Dorfbewohner, dort hatte immer ein Provisorium an Brücke gestanden, auch für die neue Brücke bestimmten, fand nicht seine Zustimmung. Er hatte einen anderen Vorschlag für den Standort. Der Weg für die Bauern wäre 1 km länger, aber dafür hätten die Schulkinder einen 2 km kürzeren Weg. Allerdings würde diese Brücke teurer werden, weil noch ein etwa 300m langer Damm und eine neue Straße gebaut werden mussten. Damit wir den Platz ansehen konnten, fuhren wir auch gleich gemeinsam dorthin. Seine Argumente überzeugten uns sofort, aber wir hatten nicht mehr Geld und sahen auch keine Möglichkeit noch mehr aufzutreiben.

So schlug der Bürgermeister vor, dass den Rest der Finanzierung der chinesische Staat übernehmen wird. Nun mussten die Dorfbewohner erst noch für diese Änderung gewonnen werden. Etwa zwei Stunden lang fand eine lautstarke Auseinandersetzung statt, die Leung Sin Sang dann schließlich durch seine bescheidene kluge Art zum guten Abschluss brachte. Alle waren danach zu frieden.

Wir übergaben den Scheck der Vertreterin der chinesischen christlichen Gemeinde, sie übergab den Scheck dem Bürgermeister.
Inzwischen ist nun die Brücke gebaut und passt sehr gut in die Landschaft, so als würde sie dort schon immer gewesen sein. Diese Brücke ist auch symbolisch eine Brücke geworden, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen dem Osten und dem Westen, zwischen Kommunismus und Christentum, zwischen den Familien und uns.
Unsere Tochter, damals 13-jährig, war so begeistert von China und der Stadt Hongkong, dass sie beschloss, wenn Hongkong China zurückgegeben wird, wollte sie unbedingt dort sein. Eigentlich wollte sie dort als Modedesignerin arbeiten, doch oben im himmlischem Büro wurde es anders geplant und sie studiert in Hongkong Theologie.

Liebe ist einfach da
Liebe kämpft nicht
sie gewinnt
einfach so

 

Liebe nimmt nicht
sie gibt sich
einfach so

 

Liebe fordert nicht
sie durchdringt uns
einfach so
Liebe fragt nicht
sie liebt uns
einfach so

 

Weißt du
was
im Jetzt leben heißt

 

Alles
was
du
erlebt hast
und
alles
was
ich
erlebt habe
mussten
wir
so
erleben
damit
wir
so
miteinander sprechen
können
wie
wir
es
jetzt können
wenn
dir
das
bewusst ist
jetzt
in
diesem
Augenblick
dann
ja
dann
lebst du im Jetzt

 

Was wäre wenn
dann wäre das

 

Doch einiges ist geschehen
das sich nicht ändern lässt
Anderes ist verpasst worden
die Gelegenheit kommt nie wieder

 

Wie wir reagierten
entsprach unserer Lebensgeschichte
und unserem Reifegrad
Wenn uns das richtig bewusst ist
müssen wir nichts verdrängen
nicht mit dem Schicksal hadern
Wir könnten daran reifen
und das wäre dann gut

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