In den Städten Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Oberhausen, Odenheim, Stuttgart, Velbern, in der Schweiz und in Österreich organisierten wir mit dort ansässigen Celestine-Abenteurern überregionale Treffen. Hier ein kleiner Einblick.
In den verschiedensten überregionalen Arbeitsgruppentreffen war die Erwartungshaltung der Teilnehmer häufig sehr groß. So lautet die erste Frage stets: „Was kann der Förderverein für das Gelingen des heutigen Abends und die Verbreitung er erhöhten Spiritualität für die jeweilige Arbeitsgruppe und für jeden Einzelnen tun?”
Was kann jeder Einzelne dazu beitragen?
Was ist die Gruppe bereit zu leisten?
Die geographisch unterschiedlich regionalen Treffen ließen ebenso differenzierte Bedürfnisse erkennen. Zum Beispiel in Berlin, geprägt durch die Wiedervereinigung und damit zusammenhängenden politischen und wirtschaftlichen Veränderungen. Hier auch auffallend, dass aus den neuen Bundesländern nur eine einzelne Rückmeldung von der Insel Rügen bei uns eintraf. Um einen besseren Überblick zu erhalten, beschafften wir uns eine Postleitzahlenübersichtskarte der Bundesrepublik, worauf wir jede rückläufige Karte sowie Arbeitsgruppe mit einer Markierungsnadel kennzeichneten. Die oben angeführten Orte ergaben sich aufgrund der regionalen Interessensdichte der Einsendungen.
Entgegen dem Vorschlag, Celestine-Lesern in ihrer Umgebung eine Arbeitsgruppe zu nennen, scheiterte dies zunächst am bundesdeutschen Datenschutzgesetz. So hätten wir jeden Einzelnen schriftlich um Genehmigung bitten müssen, seine Adresse bekanntgeben zu dürfen. Diese Kontaktaufnahme, die häufig unter der Maßgabe der Vertrautheit und Verschwiegenheit aufgenommen wurde, sollte hier gewahrt werden. Der glückliche Umstand wollte es, dass ein Vereinsmitglied Datenschutzbeauftragter in seiner Firma ist. Somit entschieden wir uns, durch überregionale Arbeitsgruppentreffen die Kontakte zu fördern. Gesagt, getan, das erste Rundschreiben wurde verfasst. Im Köln-Düsseldorfer-Raum, der die größte Einsendungsdichte hatte.
So entstand die erste Reise in Sachen „Celestine”.
An einem Freitag fuhr ich mit dem PKW in Richtung Oberhausen. Ich hatte genügend Zeit für die Fahrt eingeplant, so dass es mir möglich war, vor dem eigentlichen Treffen in einem nahegelegenen Park ein wenig zu entspannen und durch eine Meditation - wie im Celestine-Meditationshandbuch beschrieben ist - mich auf den Abend vorzubereiten.
Pünktlich um 19.00 Uhr empfing mich Ute mit den Worten: „Nun sind wir ja endlich vollzählig”. Da nur die Hälfte der Anwesenden die Celestine-Bücher gelesen hatten, sie wollten sich erst einmal Informiere, gab ich über die Absichten und die Aktivitäten des Fördervereins bereitwillig Auskunft. Ich wies darauf hin, dass der Celestine Förderverein e.V. sich als neutraler Ansprechpartner versteht, die Vereinsgrundhaltung weltlich neutral und frei von religiösen, politischen ideologischen oder wirtschaftlichen Einflüssen ist. Der Verein ist gemeinnützig tätig und finanziert alle Aktivitäten aus Spenden. Seine Ziele sind Kontakte für Arbeitsgruppen zu schaffen, Förderung der Kommunikation regionaler und überregionaler Treffen sowie die geplante Herausgabe des Celestine-Journals.
„Wie kamen Sie eigentlich dazu, einen Verein zu gründen?” Fragte ein Anwesender.
Mit dem Erscheinen der Celestine-Bücher von James Redfield 1995 begann für viele von uns ein Abenteuer. Im Laufe der Zeit gab es immer mehr Menschen, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzten und das Bedürfnis hatten, auf einer ethischen Grundlage unter Zuhilfenahme von Celestine die Erfahrung Ihrer Entwicklung zu diskutieren. Diesen Wunsch möchten wir durch diese und weitere Treffen fördern.
„Wie organisieren Sie solch ein Treffen und wie würden Sie uns raten, eine Arbeitsgruppe zu leiten?”
Über deren Inhalt und Verlaufsform entscheidet jeweils eigenverantwortlich die Gruppe. Jedes einzelne Gruppenmitglied übernimmt seinen Teil zum Gelingen. Die Erfahrung mit vorausgegangenen Celestine-Treffen hat gezeigt, dass jedem Gruppenmitglied so die volle Aufmerksamkeit zuteil wird. Wir haben es in der Vergangenheit so gehandhabt, dass wir selbst in einem Kreis von ca. 30 Personen uns gegenseitig anschauen konnten. Wir nannten kurz unseren Vornamen, Alter und den Beweggrund, wie wir zu dieser Thematik und diesem Treffen gekommen sind, Handbuch 1, Seite 32, Session 1.
Zur Auflockerung las einer der Anwesenden eine Meditation oder einen kurzen Textabschnitt aus einem der Celestine-Bücher vor. Es konnte auch sein, dass ein Gruppenmitglied ein aktuelles Thema ansprach und sich daraus eine Eigendynamik entwickelte. Hier anschließend besprachen wir stets, was nach diesem heutigen Treffen kommt. Frage: Ja, was kommt denn nach diesem Treffen?
Die Gruppenmitglieder tauschten in der Regel untereinander die Adressen aus, um somit einander in kleinen Gruppen, je nach ihren Interessen, die weitere Thematik zu vertiefen. Interessanterweise sind es gerade die Menschen, die in kleinen Gruppierungen ernsthaft und im Stillen arbeiten. Häufig sind sie es, die ihrer Wahrheitsfindung und ihrem neuen Weltbild einer erhöhten Spiritualität näher sind als andere.
Wichtig!
Austausch der Adressen untereinander.
Möglichkeiten: Pinnwand, Flipchart, Infotafel.
Wann ist das nächste Treffen? - Genaues Datum.
Wo findet es statt? - Ort, Straße, Hausnummer, Stockwerk, evtl. Name.
Wer organisiert es? Ansprechpartner, Telefonnummer.
Wie hoch sind die möglichen Kosten, wie werden sie aufgeteilt.
Frage: „Wie kann ich auf meine Arbeitsgruppe aufmerksam machen?”
Zunächst im persönlichen Umfeld. Eine Mitteilung am schwarzen Brett, in der Firma, Kaufmannsläden, Buchhandlungen, einen Dreizeiler in der Lokalpresse - z.B.: Celestine-Freunde treffen sich, Telefon, Zeit, Ort.
Wer diese Information liest und mit der Celestine vertraut ist, wird erfahrungsgemäß darauf reagieren.
Jeder der Anwesenden hat eine ganz persönliche Aufarbeitung, Betrachtungsweise und Fragestellung hinsichtlich der Celestine. Nun berichtete jeder über sich selbst. Horst, ein pensionierter Spezialist aus dem Bereich der Flugüberwachung, er war für Radarsysteme am Flugzeug zuständig. Er interessierte sich neben diesem beruflich interessanten Bereich zunehmend durch sein technisches Verständnis für das Phänomen der Tonbandstimmen. Seine Fragen galten mehr, wie er sich vermehrt eingeben könnte und sein Bewusstheit im Kontakt mit anderen fördern kann.
Antoinella, eine alleinerziehende Mutter, fragte, ob auch Kinder die Celestine lesen können. Wie ist die Einschätzung des kindlichen Verständnisses, Alter und Elternbeziehung?
Wie wir aus der einschlägigen Literatur wissen, sind Kinder sehr wohl mit dem, was wir uns wieder mühsam erarbeiten - nämlich die erhöhte Spiritualität - auf die Welt kommen. Hierzu finden wir hinreichend Literatur in Anlehnung des anthroposophischen Gedankengutes oder aber auch die Gebr. Grimm.
Im Kapitelabschnitt „Für die Kinder” möchte ich Ihnen die Einsendung einer Kinderbuchautorin nicht vorenthalten.
Selbstverständlich können Sie nach eigenem Ermessen Ihrem Kind je nach Alter und Auffassungsgabe die Prophezeiungen vorlesen, Energiearbeit machen, meditieren, die Liebe zu Pflanzen, der Natur und zu Menschen fördern. 8. Erkenntnis über den Umgang mit Kindern, Band 1, S. 226.
Der nächste Tag führte mich nach Düsseldorf. In einem Seminarraum einer Buchhandlung der Düsseldorfer Altstadt fand sich wieder eine große Runde interessierte Celestine- Leser zusammen. Wie bei jedem anderen Treffen auch hier eine kurze Vorstellungsrunde. Peter, ein junger Mann, er ist Beleuchter bei einem großen Theater, kam rein zufällig, wie die meisten, zu den Prophezeiungen der Celestine. Er berichtete uns, dass er sehr intensiv mit dem Studium des Celestine- Handbuches beschäftigt sei und gerade deshalb sich auf einen Austausch mit anderen freute, um seine Aufarbeitung künftig im kleinen Kreis vertiefen zu können. Hier spiegelt sich etwas wider, welches dem Wunsch der meisten Gesprächspartner entsprach. Helga berichtete: Ich habe einmal mit einer Arbeitsgruppe gearbeitet, aber das hat gar nicht richtig geklappt. Wir sind sehr schnell innerhalb dieser Gruppe an die Kontrolldramen herangekommen, woraus sich auch letztlich ein Unwohlsein entwickelte. Wir wollten nicht akzeptieren, dass mit einem guruhaften Gehabe eine der Anwesenden den „Leithammel” übernehmen wollte. Grundsätzlich alles besser wußte und auf jede noch so kleine Unsicherheit mit einem Zitat reagierte. Nun möchte ich es erneut angehen.
Diese kurze Schilderung führte in dieser Runde zu einer lebhaften Diskussion, worin alle Für und Wider über den Umgang innerhalb einer Arbeitsgruppe in die Waagschale gelegt wurde. Hier kam Ute mit ihrer persönlichen Ausarbeitung und Ansicht über das „Arme Ich, den Einschüchterer, den Unnahbaren sowie dem Vernehmungsbeamten” uns zur Hilfe.
Anmerkung:
Sie haben die Übung, Kap. 6, im 1. Handbuch, S. 164 - die Klärung der Vergangenheit, unsere Herkunft und unsere Kontrolldramen - sicherlich schon bearbeitet.
Ähnlich wie bei Don Quichotte die Verwirrung, in welchem Kontrolldrama sich jeder selbst erkennt.
Ergänzen Sie bitte nach Ihrem eigenen Ermessen, in welchem Verhältnis die einzelnen Kontrolldramen zueinander stehen. Vor allem, wo finden Sie sich wider? Anregungen finden Sie ausreichend im 1. Handbuch, S. 172
Ute sprach aus ihrer Sicht über die in der Celestine hinreichend beschriebenen Aspekte. Jedem der Anwesenden schien ein kleines Licht aufzugehen und spontan wurde auch hier der Wunsch nach Austausch wach. Es folgte eine Energiemeditation unter der Anleitung des Celestine- Meditationshandbuches. Die Energie stieg, welches durch Aktivierung des eigenen Wärmehaushaltes, ja sogar Röte des Gesichts aber auch an dem Energiefeld des einzelnen zu erkennen ist. Aufgefordert durch Blickkontakt oder Gesprächen tauschten die Anwesenden ihre Adressen und besprachen sofort ihre Aktivitäten für die nahe Zukunft. Jeder auf seine Art und Weise, unabhängig der Beeinflussung irgendwelcher Vereinsklüngelei, Mitgliedschaften oder Rituale.
So oder ähnlich entwickelten sich die nächsten Zusammenkünfte.
In Berlin steht gerade die Klärung der Vergangenheit im Vordergrund des Interesses der Einsendungen. Prägend in dieser Stadt und in ihrem Umfeld sind die Kontrolldramen. Die krassen Gegensätze weltanschaulicher, politischer, sozialer und religiöser Natur beeindrucken das Geschehen. Hier erinnerte ich mich an einen Satz eines Fremdenführers anlässlich einer Reise nach Israel, der uns zum Abschied sagte: „Als Fremde seid Ihr gekommen, als Freunde können wir uns künftig begegnen”.
Herzliche Grüße
Dieter Fleckenstein Vorstand